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Barbara Köhler

ROSEGARDEN
The Promised Rosegarden, 2006
Folienbuchstaben auf Glas
36 x 36 cm

unlimitierte Edition der Galerie m Bochum
Die Schriftfolie wird begleitet durch einen
signierten Text - Schriftbildausdruck
180,- EUR
 
THE PROMISED ROSEGARDEN ist ein magisches quadrat aus den vier buchstaben des wortes ROSE, das in drei europäischen sprachen: englisch, französisch und deutsch (jene drei sprachen, die auch Gertrude Stein sprach), gleich geschrieben, aber unter schiedlich ausgesprochen (gleich gesehen, doch dabei verschieden gehört) wird. Indem der jeweils erste buchstabe an letzte stelle versetzt wird, entsteht neben der waagerechte eine senkrechte variante, aus beidem aber ein wortfeld, ein formales beet, entstehen neue wörter:

zuerst OSER, das im französischen bedeutet etwas zu wagen, zu riskieren, sich zu trauen. Wagt man sich weiter, trifft man auf SERO, in europas basissprache latein: ich füge zusammen, reihe, verknüpfe, blüten zb zu einem kranz, zu einer girlande; ich säe, pflanze, bringe hervor (SATUS, woraus die saat entspringt, entspricht), in einem zeitverhältnis auch: SERO nicht auf der ersten silbe, sondern gleichmäßig betont, wird ein adverb und spät. Schließlich geht es in der sprachzeit noch weiter zurück, ins altgriechische, wo Diotima in Platons Symposion von EROS sagt, er dolmetsche zwischen menschen und göttern, verknüpfe, verbinde sie; als dämon weder das eine noch das andere, ergänze er die gegensätze. Um ihre rede zu verstehen, sagt Sokrates darauf, brauche es manteia, seherkunst: die diagonale von rechts oben nach links unten wiederholt zwei- bis dreimal das englische wort SEER, seher. Die beiden verbleibenden viertel, links oben und rechts unten, enthalten je eine niederländische oder flämische ROOS. Ein mitteldrittel lässt sich zudem lesen als SEE, englisches sehen oder deutsches gewässer, vielleicht ist ja auch eine seerose inbegriffen...#THE PROMISED ROSEGARDEN ist ein magisches quadrat aus den vier buchstaben des wortes ROSE, das in drei europäischen sprachen: englisch, französisch und deutsch (jene drei sprachen, die auch Gertrude Stein sprach), gleich geschrieben, aber unter schiedlich ausgesprochen (gleich gesehen, doch dabei verschieden gehört) wird. Indem der jeweils erste buchstabe an letzte stelle versetzt wird, entsteht neben der waagerechte eine senkrechte variante, aus beidem aber ein wortfeld, ein formales beet, entstehen neue wörter:

zuerst OSER, das im französischen bedeutet etwas zu wagen, zu riskieren, sich zu trauen. Wagt man sich weiter, trifft man auf SERO, in europas basissprache latein: ich füge zusammen, reihe, verknüpfe, blüten zb zu einem kranz, zu einer girlande; ich säe, pflanze, bringe hervor (SATUS, woraus die saat entspringt, entspricht), in einem zeitverhältnis auch: SERO nicht auf der ersten silbe, sondern gleichmäßig betont, wird ein adverb und spät. Schließlich geht es in der sprachzeit noch weiter zurück, ins altgriechische, wo Diotima in Platons Symposion von EROS sagt, er dolmetsche zwischen menschen und göttern, verknüpfe, verbinde sie; als dämon weder das eine noch das andere, ergänze er die gegensätze. Um ihre rede zu verstehen, sagt Sokrates darauf, brauche es manteia, seherkunst: die diagonale von rechts oben nach links unten wiederholt zwei- bis dreimal das englische wort SEER, seher. Die beiden verbleibenden viertel, links oben und rechts unten, enthalten je eine niederländische oder flämische ROOS. Ein mitteldrittel lässt sich zudem lesen als SEE, englisches sehen oder deutsches gewässer, vielleicht ist ja auch eine seerose inbegriffen...#